Die KI-Schulung, die seit Februar 2025 Pflicht ist.
Wer KI im Betrieb einsetzt, muss dafür sorgen, dass seine Leute sie verstehen. Das steht in Artikel 4 der KI-Verordnung und gilt seit dem 2. Februar 2025. Die meisten wissen es nicht, und die meisten, die es erzählen, erzählen es falsch.
Zuerst das, was falsch erzählt wird
Kein Zertifikat
Das Gesetz verlangt Kompetenz, nicht eine Urkunde. Es gibt für Artikel 4 keine vorgeschriebene Zertifizierung und keine zuständige Prüfstelle.
Keine Geldbusse für Artikel 4
Der Bussgeld-Katalog des AI Act (Artikel 99) sieht für die Kompetenzpflicht keine eigene Strafe vor. Wer dir mit Strafen dafür droht, verkauft mit Angst.
Kein bestimmter Anbieter
Intern geschult, extern begleitet oder gekauft: die Form ist frei. Entscheidend ist, dass die Leute es danach wirklich können.
Wir verkaufen das hier nicht mit Angst, weil es mit Angst nicht ehrlich wäre. Die Pflicht ist echt, die Drohkulisse drumherum ist es nicht.
Und jetzt, was wirklich gilt
Jeder Betrieb, der KI im Arbeitsalltag einsetzt. Auch wenn es „nur" ein Chat-Fenster für Textentwürfe ist. Grösse spielt keine Rolle.
Seit dem 2. Februar 2025. Das ist keine Ankündigung und keine Übergangsfrist, die Pflicht läuft.
Du musst dafür sorgen, dass die Menschen, die mit den Systemen arbeiten, sie ausreichend verstehen: was sie können, wo sie irren, wann ein Mensch prüfen muss.
Seit dem 2. August 2026 gilt zusätzlich die Hinweispflicht: wer mit einem KI-Assistenten spricht, muss das erfahren. Die strengen Regeln für Hochrisiko-Systeme, also etwa Bewerber-Vorauswahl oder Kreditvergabe, wurden im Juli 2026 verschoben und greifen ab Dezember 2027. Für den normalen Kleinbetrieb bleibt Artikel 4 der Punkt, der zählt.
Wie unser Kurs aussieht
Am schnellsten siehst du es selbst. Der Kurs unten ist der echte, nicht nachgestellt:
Rund 20 Minuten
Fünf Stufen, jede mit einer Übung, die weiterschaltet. Keine Folien zum Durchklicken.
Im Design deines Betriebs
Deine Farben, dein Logo, deine Beispiele. Es sieht nicht nach Fremdmaterial aus.
Läuft im Browser
Ohne Anmeldung, ohne Konto, ohne Cookies. Es wird nichts übertragen und nichts gespeichert.
Nachweis zum Ausdrucken
Am Ende Name, Datum, Ergebnis und Dauer für die eigenen Unterlagen. Er belegt die Teilnahme, mehr behauptet er nicht.
Eine einzige Datei
Keine Plattform, keine Lizenz pro Kopf, keine laufenden Kosten. Weitergeben per Mail oder ins interne Netz legen, fertig.
Änderbar in Minuten
Kommt eine neue Regel dazu, wird der Text geändert. Kein Neudreh, keine Neuvertonung, keine Zusatzkosten.
Der übliche Weg wären Kurs-Plattformen mit Nutzerlizenzen oder aufwendig erzeugte Video-Lektionen, die bei jeder Änderung neu bezahlt werden. Beides braucht es nicht. Eine Datei tut dasselbe und kostet laufend nichts.
Was es kostet
Bei einem Setup mit uns ist die Schulung enthalten, nicht als Zusatzposten. Sie gehört für uns zum Aufbau dazu: ein System, das niemand versteht, ist kein System.
Wenn du nur die Schulung willst, ohne alles andere, sag es im Erstgespräch. Dann schauen wir uns an, was in deinem Fall überhaupt nötig ist. Manchmal reicht eine Stunde und ein sauberer Nachweis.
Häufige Fragen
Gilt das auch für einen Betrieb mit drei Leuten?
Ja. Artikel 4 der KI-Verordnung macht keinen Unterschied nach Grösse. Wer KI im Arbeitsalltag einsetzt, muss für ausreichende Kompetenz der Anwender sorgen.
Wir nutzen doch nur ChatGPT für ein paar Texte. Zählt das?
Ja, das ist bereits Einsatz von KI im Betrieb. Der Umfang der Schulung darf dann natürlich bescheidener ausfallen als bei einem Unternehmen, das Bewerbungen vorsortiert.
Was passiert, wenn wir es nicht machen?
Ehrlich: Artikel 4 selbst sieht keine eigene Geldbusse vor. Die Pflicht ist trotzdem echt. Relevant wird sie, wenn etwas schiefgeht und die Frage im Raum steht, ob die Beteiligten wussten, was sie tun. Das ist eine Haftungs- und Sorgfaltsfrage, keine Strafzettel-Frage.
Ab 2. August 2026 gelten doch neue Strafen?
Nein, und das wird gerade viel behauptet. Seit dem 2. August 2026 ist der AI Act weitgehend anwendbar, das stimmt. Die Bussgeld-Artikel gelten aber schon seit dem 2. August 2025. Wer heute sagt „jetzt kommen die Strafen", ist ein Jahr zu spät.
Brauchen wir ein Zertifikat?
Nein. Für Artikel 4 gibt es keine vorgeschriebene Zertifizierung. Wer eines verkauft, verkauft Papier. Sinnvoll ist ein schlichter Nachweis für die eigenen Unterlagen, wer wann was bearbeitet hat.
Was kostet die Schulung?
Bei einem Setup mit uns ist sie enthalten, nicht als Zusatzposten. Wenn du nur die Schulung willst, besprechen wir das im Erstgespräch.
Kurz drüber reden?
Dreissig Minuten, kostenlos. Wir schauen uns an, wo bei dir KI im Einsatz ist und was für deinen Betrieb angemessen ist. Ohne Drohkulisse.
Rechtsstand zuletzt geprüft am 2. August 2026. Quellen: AI-Act-Zeitplan · Artikel 99 (Bussgelder) · WKO. Das ist eine Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung.